Gartengestaltung

In Deutschland gibt es fast 20 Millionen Gärten. Diese sind Lebensräume – für uns, Pflanzen und unsere Tierwelt. Ob der Garten neugierig macht, zum Spielen und Entdecken einlädt, ein Refugium für einheimische Pflanzen und Tiere darstellt oder eine Oase der Ruhe ist, wird schon bei der Gartengestaltung festgelegt. Wichtig beim Anlegen eines Gartens ist, dass er dem eigenen Geschmack entspricht. Nicht jeder Steckling und Ableger von Freunden und Bekannten muss eingepflanzt werden. Auch die Reste der Pflastersteine des Nachbarn müssen nicht im eigenen Garten verlegt werden. Das können Provisorien sein und sind spätere Ärgernisse. Mit dem Schritt in den Garten sollte man sich zu Hause fühlen.

Bevor begonnen wird, ist es ratsam, eine Liste zu erstellen, wo alle Wünsche der Gartengestaltung festgehalten werden. Fertigen Sie sich eine Karte vom Grundstück an, beachtet werden sollten dabei die Himmelsrichtungen. Werden beispielsweise Bäume im südlichen Teil des Grundstückes gepflanzt, die später einmal eine stattliche Höhe erreichen, so muss deren späterer Schattenwurf beachtet werden. Der Garten sollte ein Raum der Erholung sein und je pflegeleichter die Gartengestaltung erfolgte, um so mehr kann er genossen werden. So sehen bepflanzte Blumentöpfe auf einer Rasenfläche schick aus, aber spätestens beim wöchentlichen Rasenmähen werden diese ein Hindernis.

Zunächst ist die Lage des Grundstücks das Merkmal, welches die Gartengestaltung wesentlich beeinflusst. Städtische Gärten werden nicht durch die Landschaft, sondern durch die umgebenden Häuser beeinflusst. Deren Linienführung ist für ein harmonisches Bild maßgebend. Bei der Wahl der verwendeten Materialien sollte man sich nach dem Haus richten.

Ausgedehnte, ländliche Grundstücke besitzen meist einen Bezug zur offenen Landschaft. Allgemein wirken runde Formen in der Gartengestaltung natürlicher als eckige Formen.

Ein weiterer Aspekt im Garten und Landschaftsbau ist das Klima. Raue Höhenlagen stehen im argen Gegensatz bei der Pflanzenauswahl zum milderen Weinbauklima. Dazu kommt das Mikroklima. Zwischen Häusern kann der Wind mächtig pfeifen und lädt in den kühlen Jahreszeiten nicht zum Verweilen auf der 

Terrasse ein. Feuchtigkeitsliebende Pflanzen kümmern vor einer hohen, südlich gelegenen Hauswand, die im Sommer sehr stark Wärme abgibt. Weiterhin ist der Boden in tieferen Schichten entscheidend für die Auswahl an Pflanzen.

Die Planung im Garten und Landschaftsbau von der Terrasse, von Treppen und Wegen und die Pflanzung von Bäumen sollte gut durchdacht werden. Diese Elemente lassen sich später nur mit Aufwand wieder verändern. Begonnen wird mit dem Notwendigsten. Das kann beispielsweise das Abstürzen eines Hanges sein. Danach folgen die Grundarbeiten der Gartengestaltung, wie das Pflanzen von Bäumen, die Gestaltung der Terrasse sowie die Garteneinteilung mit Wegen und Treppen.